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Zum Konzept der "Mus[e]en-Lesungen"

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Die "Mus[e]en-Lesung" ist ein Projekt freier Nürnberger Autoren, womit sie das regionale literarisch-künstlerische Potential einer größeren Öffentlichkeit vorstellen und in den Dienst der Publikums- bzw. Öffentlichkeitsarbeit der Museen stellt.

Der "Musentempel" wird nicht als Kulisse genutzt. Vielmehr wird der etymologischen Verwandtschaft beider Begriffe, Muse und Museum, bewusst Rechnung getragen.

Das Museum wird einerseits durch die Texte, die eigens zu diesem Zweck erstellt wurden, als Inspirationsquelle vorgestellt. Andererseits öffnen die Geschichten der Autoren alternative Perspektiven auf historische Objekte und Ausstellungsgegenstände und verwandeln Alltagsgeschichte in lebendige Biografie. Auch künftige gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen werden dabei angerissen. Der Vortrag der Texte ist auf Stimmung und Räumlichkeit des jeweiligen Ambientes ausgerichtet. Inhaltlich sind die Geschichten an der jeweiligen Publikumszielgruppe orientiert, sodass zum Beispiel im Spielzeugmuseum leichter verständliche Texte gelesen werden.

*Eine Mus[e]en-Lesung ist im normalen Museumsbetrieb integriert, kann aber auch als Sonderveranstaltung inszeniert werden und dauert jeweils ca. 1,5 Stunden. Die Lesung wird von einem Moderator begleitet und ggf. schauspielerisch oder musikalisch ergänzt. Die Autoren und der Moderator führen mit ihren Beiträgen durch die Räume des Museums.

 

Unter dem Arbeitstitel "Den Nürnberger Mus[e]en" ist des weiteren eine Publikation in Taschenbuchformat geplant, die zu den Texten der kompletten unten beschriebenen Serie der Lesungen Abbildungen von den "beschriebenen" oder thematisierten Gegenständen bzw. Begebenheiten und Räumlichkeiten enthält, sowie eine Sprach-Aufnahme, die als Hörbuch oder Audio-Guide genutzt werden kann.

* Die Projektgruppe orientiert sich nach Rücksprache mit der jeweiligen Museumsleitung und unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Lesezeiten am jeweiligen Publikum. Was speziell das Spielzeugmuseum betrifft: Die Projektgruppe schreibt nicht für Kinder, sondern für die Erwachsenen, die jene an der Hand haben und die ihrem Kind ggf. einen Namen oder ein Fremdwort erklären können. Detailliertere Vorgaben werden in den Gruppensitzungen diskutiert.


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Intensive Textarbeit und Leseproben wurden während des August-Workshops in Deckersberg durchgeführt. Bei bestem Wetter, Kesselgulasch und Musenkuss wurden die Textkorrekturen für die "Fürther Straße" festgelegt. Die Projektgruppe war vollzählig anwesend: Michael Lösel, Günter Körner, Dieter Diehnelt, Petra Schneider, Paul S. Wolff und Holger Trautmann.