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Spielzeugmuseum

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Püppchen und andere Miniaturen

Rennautos auf ein Zwanzigstel verkleinert, Eisenbahnen im Maßstab H-Null oder Puppen in Kinderwägen folgen gehorsam den Vorstellungen der Spielenden, seien es Kinder oder Erwachsene.

Minimundus ist freundlich zu den Menschen, die als unangreifbare Riesen und Herrscher ihre Welt gestalten, pflegen oder zerstören, ohne jede Furcht vor schlimmen Folgen ihrer Eingriffe. Glücklich diejenigen, deren Hintertür aus der Wirklichkeit ins Spielzimmer führt. Noch glücklicher diejenigen, die nach dem Spielen ihr Lächeln behalten.

Doch jene Gefilde kindlichen Glücks sind stets auch von unerbittlicher Wirklichkeit bedroht. Der schützende Raum des Spiels - Rahmen und Regeln, die erste Entdeckungsreisen in die Realität absichern - kann zugleich zu einer Bastion des Widerstands werden, zu einem Fluchtraum vor der Welt der Erwachsenen.

Die Autoren des Mus[e]en-Projekts satteln ihre Steckenpferde und nehmen Teil an der Schlacht um das bedrohte Paradies der Kindheit, wissend, dass "die Erinnerung das einzige Paradies ist, woraus wir nicht vertrieben werden können".

[Presse]

kreisel

Januar / Februar / März 2012,
Sonntags-Matinée 11 Uhr, zweiwöchentlich:
15. 01. / 29. 01. / 12. 02. / 11. 03. / 25. 03. 2012
Karlstraße 13-15, 90403 Nürnberg,
Tel.: 0911-231-3164
Die Teilnahme an der literarischen Führung ist kostenfrei
und im regulären Museumseintritt (5 Euro / 3 Euro) enthalten

 

Die Lesung "Kreisel und andere Zaubereien" fand an sechs Terminen von Dezember 2010 bis Februar 2011 statt:

Kinder strecken sich nicht unbedingt nach der Welt der Erwachsenen. Und die Erwachsenen gehen nicht unbedingt in die Knie.

Die Autoren gingen in die Hocke, um in gleicher Augenhöhe ihr Spiel treiben zu können - oder zumindest das kindliche Spiel aus der gleichen Perspektive beobachten zu können.

In dieser Annäherungen berührten sich Welten. Perspektiven und Erwartungen trafen sich in der Spirale des Kreisels und anderen spielerischen Zaubereien.

Die Geschichten der Autoren wurden von Hinterhof-Kinderbanden, von verträumten Einzelgängern, von glücklichen und enttäuschten Helden und Puppenmüttern belebt.

Ihre Texte fragten, ob im Spiel die Realität noch erschlossen werden kann oder das Spiel nur noch der Flucht vor der Wirklichkeit dient. Können Erwachsene spielen?

[Presse]

kreisel